Ein Stresstest lastet Prozessor und Grafikkarte eine Zeit lang voll aus, um zu prüfen, ob das System stabil bleibt. Das ist nützlich nach dem Zusammenbau eines PCs, nach dem Reinigen oder Tauschen eines Kühlers oder wenn sich ein Notebook langsamer anfühlt als früher.

Bevor Sie beginnen

  • Speichern Sie Ihre Arbeit und schließen Sie rechenintensive Programme.
  • Schließen Sie Ihr Notebook ans Netz an und wählen Sie einen Energiemodus für hohe Leistung.
  • Achten Sie darauf, dass die Lüftungsöffnungen frei sind. Ein Notebook auf dem Bett oder dem Sofa drosselt viel früher.
  • Wenn Sie Temperaturen sehen möchten, öffnen Sie neben dem Browser ein Überwachungsprogramm wie HWiNFO.

Temperaturen, die Sie im Blick behalten sollten

Moderne Prozessoren schützen sich selbst: Erreichen sie ihre Höchsttemperatur, senken sie den Takt. Bei vielen Desktop-Chips liegt diese Grenze bei etwa 95 bis 100 °C. Kurze Spitzen nahe der Grenze unter Volllast sind normal, besonders in dünnen Notebooks. Dauerhafte Werte an der Grenze bei leichter Nutzung sind es nicht und deuten meist auf Staub, ausgetrocknete Wärmeleitpaste oder ein Lüfterproblem hin.

Anzeichen für ein Problem

  • Der Test stürzt ab, das Bild friert ein oder der PC startet neu.
  • Die Werte fallen nach den ersten Minuten stark ab, ein Zeichen für thermische Drosselung.
  • Die Lüfter laufen danach auch im Leerlauf mit voller Drehzahl.

Ein Absturz während eines Stresstests sollte untersucht werden. Ursache kann eine instabile Übertaktung, ein schwaches Netzteil oder Überhitzung sein.

Den Test durchführen

Auf der Benchmark-Seite fügt der Stressmodus nach den gemessenen Phasen eine kombinierte CPU- und GPU-Last hinzu. Diese zusätzliche Phase wird nicht gewertet. Sie soll zeigen, ob die Leistung unter Druck stabil bleibt. Vergleichen Sie das Ergebnis mit einem normalen Durchlauf: Weichen die beiden stark ab, sollten Sie zuerst die Kühlung prüfen.

Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Ergebnis normal ist, vergleichen Sie es mit ähnlichen Systemen in der Bestenliste.